Dynamisch Bewegen: ein Bewegungsmodell

Dynamisch Bewegen

Molenweg 208
6543 VK NIJMEGEN

T: +31 (0)24 - 356 48 96
E: post@dynamischbewegen.nl

Anwendungsbereiche

Bei allen Beschwerden, die mit dem Bewegungssystem zu tun haben; vom Kopf bis zu den Füßen.
Bei Bewegungsschmerzen und Einschränkungen im täglichem Leben ist die Wiederherstellung der Beweglichkeit das Ziel des Veränderungsprozesses. Weil das Bewegungssystem als Ganzes funktioniert, wird auch bei spezifischen lokalen Beschwerden das Ganze betrachtet.
Das Mobilisieren von Bewegungseinschränkungen verändert das gesamte Bewegungsverhalten und nicht nur das eines spezifischen Details. Indem man das gesamte System als Ausgangspunkt nimmt und dies auf den Veränderungsprozess anwendet, arbeitet man an den Voraussetzungen für koordiniertes Bewegen. Spezifische Bewegungsfähigkeiten werden so verbessert, ohne einzeln geübt zu werden (wie zB gehen, Treppen steigen, Betten machen, unterschiedliche Liegehaltungen einnehmen etc.)
    
Beispiel Arthrose
Das Zusammenspiel zwischen den Strukturen des Bewegungssystems (wie Knochen, Muskeln und Bindegewebe) ermöglicht, dass bei koordiniertem Bewegen Druckkräfte, die auf die Gelenke einwirken, in Zugkräfte umgesetzt werden. Bei einer Abnahme der Beweglichkeit können Druckkräfte nicht mehr ausreichend in Zugkräfte umgesetzt werden.  
Beispiel Hüftgelenk: Beim Gehen wechselt (vereinfacht gesagt) die Beuge- und Streckbewegung im Hüftgelenk ab. Einer der Faktoren, die für ein gutes Funktionieren des Hüftgelenkes sorgen, sind die Bänder rund um das Hüftgelenk, die sich bei einer koordinierten Streckbewegung im Hüftgelenk umeinander drehen. Dies ermöglicht, dass Druckkräfte in Zugkräfte verändert werden, wenn wir das Gewicht auf ein Bein verlagert haben (= Standphase).  Wenn die Beweglichkeit und/oder die Koordination im Hüftgelenk eingeschränkt ist, kommt es zu einer Zunahme der Druckkräfte im Gelenk, weil sich u.a. die Bänder nicht mehr ausreichend drehen können. Die Möglichkeit, dass dadurch Abnützung (= Arthrose) entsteht, nimmt zu.
Auch wenn schon Arthrose in den Gelenken vorhanden ist, ist es trotzdem möglich, die Dynamik der Bewegung zu verändern. Eine Verbesserung der Beweglichkeit ermöglicht eine bessere Umsetzung der Druckkräfte in Zugkräfte, wodurch die Gelenke entlastet werden. Die Beschwerden können deutlich abnehmen, wodurch man im täglichen Leben viel besser agieren kann. Der Abnützungsprozess wird verlangsamt bzw. gestoppt.

Beispiel idiopathische Skoliose
Eine idiopathische Skoliose entsteht durch einen fehlerhaften Entwicklungsprozess. Diese Form der Skoliose, die während des Wachstums entsteht, wird durch eine Kombination von Faktoren verursacht. Die Wechselwirkung zwischen Einschränkungen der Beweglichkeit an einer oder mehreren Stellen, die Schnelligkeit des Wachstums, das Bewegungsverhalten und Bewegungsvariationen bestimmen, ob es zur Formung einer Skoliose kommt oder nicht.   
Weil Formen, die durch Prozesse entstehen, verändert werden können, kann eine skoliotische Verformung der Wirbelsäule verbessert werden. Durch ein schrittweises Lösen der Bewegungseinschränkungen, bei dem die motorische Entwicklung und der Entstehungsprozess der Skoliose als Leitfaden dienen, entstehen neue Bewegungsmöglichkeiten. Das Bewegungssystem bekommt so die Möglichkeit, sich anders zu organisieren. Die Form der Wirbelsäule verändert sich. Dieser Veränderungsprozess kann in jedem Alter stattfinden. Voraussetzung ist, dass die Wirbelsäule nicht operativ fixiert ist.

Beispiel neurologische Erkrankungen
Das Bewegungsmodell Dynamisch Bewegen® kann bei angeborenen und nicht angeborenen Hirnschäden angewendet werden. Die Bewegungsmöglichkeiten eines Erwachsenen werden durch die Qualität der sensomotorischen Entwicklung als Kind geprägt. Bezieht man den Einfluss der ontogenetischen Entwicklung und die Funktion der archaischen Reaktionen in die Beschreibung der motorischen Entwicklung mit ein, ist es möglich, das Entstehen der sogenannten pathologischen Muster und der idiopathischen und neuropathischen Skoliose zu erklären.
Hat man erkannt, wie Deformitäten entstehen, kann man auch bei mehrfach Schwerstbehinderten das Ausmaß der Entwicklung von Deformitäten verringern und so mehr Möglichkeiten für die sensomotorische Entwicklung kreieren. Mit dem gleichen Aufwand an Zeit und Hilfsmitteln sind durch diese Vorgehensweise sowohl kurz- als auch langfristig deutlich bessere Therapieresultate erzielbar.

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